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...leistete
er weiter Widerstand gegen das NS-Regime.1944 wurde er ein
zwei-
tes Mal verhaftet und kam in das KZ Neuengamme. "Monatelang
hörte seine Fa-
milie nichts von ihm. Am Heiligabend 1944 brachten Polizisten
seiner Frau eine
Urne mit der Asche ihres Mannes", berichtet Liesel
Deymann von der Nordhorner
DKP. Kobitzki war der Ziehvater ihres verstorbenen Mannes
Heinz Deymann.
Adolf Pazdera wurde ebenfalls mehrfach verhaftet wegen "staatsfeindlicher
Aktivi-
täten", zuletzt 1944 beim Transport illegaler
Schriften aus den Niederlanden. "Er ver-
brachte acht Jahre im Zuchthaus und wurde am 13. September
1944 im KZ Ausch-
witz ermordet", erinnert Pastor Wolfgang Schneider,
der die Patenschaft über den
Gedenkstein Adolf Pazdera übernommen hat und auf dessen
Initiative hin die Ak-
tion "Stolpersteine" auch nach Nordhorn kam.
Der Künstler Gunter Demnig hat inzwischen in 186 Städten
in Deutschland mehr
als 9000 Stolpersteine vor allem für jüdische
Opfer des Nationalsozialismus ver-
legt. Für die Organisation in Nordhorn sorgten das
"Forum Juden / Christen" und
die Stadt.
.Von besonderer Wichtigkeit ist, dass die Steine finanziert
werden durch "Paten-
schaften": Einzelpersonen oder auch Gruppen übernehmen
die finanzielle und be-
treuende Verantwortung für den Stein. In Nordhorn haben
sich so viele Paten gemel-
det, dass es notwendig wurde, einzelne Steine auf mehrere
Sponsoren zu verteilen
(die GN berichteten). Gunter Demnig zeigte sich beeindruckt
von der großen Unter-
stützung für seine Aktion. "Das gibt mir
die Kraft weiterzumachen", sagt er.
Während der gestrigen Verlegung der Gedenksteine wurde
bekannt, dass es
möglicherweise noch mehr Opfer des Nazi-Regimes gegeben
hat, als bisher be-
kannt war. "Wir werden den Hinweisen nachgehen",
versprach Gerd Naber vom
"Forum Juden / Christen". Er kündigte zudem
einen "Stadtgang gegen das Ver-
gessen" am 9. November, dem Tag der Progromnacht 1938,
in Nordhorn an.
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