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...meint
der Pfarrer. Von der politischen Gemeinde erhofft er sich
mehr Unter-
stützung bei der Aufarbeitung der Historie.
Hermann Nüsse lässt nicht locker. Er kämpft
weiter dafür, dass in Lohne eine
Straße in einem Baugebiet nach August Perk benannt
wird - im Verbund mit
Widerstandskämpfern bzw. Naziopfern wie Hans und Sophie
Scholl, Carl von
Ossietzky, Anne Frank, Alfred Delp, Fritz Goerdeler, Erwin
Rommel, Graf von
Stauffenberg, Ludwig Beck, Julius Leber und Edith Stein.
Nüsse versteht nicht,
weshalb diese Gelegenheit im Baugebiet Schafweg versäumt
wurde.
In Nordhorn macht ein "Stolperstein" auf August
Perk aufmerksam. Durch eine
in den Bürgersteig eingebrachte Messingplatte erinnert
der Kölner Künstler
Gunter Demnig in den Wohnorten an die Opfer des Nazi-Regimes.
Kommentar
Großes muss bleiben
Von Ludger Jungblut (Lingener Tagespost)
Die Gemeinde Wietmarschen hält die Tierwelt in Ehren:
Zahlreiche Straßen
sind in den Baugebieten nach Vogelarten benannt. Es wird
an Raubvögel wie
Bussard und Sperber genauso erinnert wie an den lieblichen
Zeisig oder die
allgegenwärtige Meise. Im neuen Baugebiet Schafweg
werden weitere heimi-
sche Tiere berücksichtigt. Wie schön, dass es
bald einen Dachsweg geben
wird, schließlich hat diese Gattung aus der Familie
der Marder in Lohne schon
seit langem einen Bau bezogen. So eine Tierwohnung kann
viele Jahrzehnte
alt sein.
Der berühmte Schriftsteller Erich Maria Remarque kann
da nicht mithalten. Er
wirkte nach dem Ersten Weltkrieg nur acht Monate als Junglehrer
in Lohne. Die
Lohner
wissen die Bedeutung von Remarque richtig zu gewichten:
Es gibt zwar
eine Remarquestraße, aber daran befindet sich nur
ein Haus. Wenn jetzt eine
Straße mit mehreren Häusern nach dem Nazi-Opfer
August Perk benannt wor-
den wäre, hätte Remarque mit dem einen Gebäude
vergleichsweise schlecht
dagestanden. Das konnte der Gemeinderat nicht zulassen.
Seit viereinhalb Jah-
ren kämpft der katholische Pfarrer Reinhard Trimpe
dafür, dass in Lohne die Er-
innerung
an große Männer, die Bezug zu dem Ort haben,
durch Denkmäler wach-
gehalten wird. Es handelt sich neben Remarque um den von
den Nazis ermor-
deten Kaplan Hermann Lange (1912 - 1943), den Missionar
Heinrich Bürschen
(1881 - 1957) und um den seliggesprochenen Bischof Nils
Stensen (1638 -
1686). Bei der politischen Gemeinde ist diese Initiative
aber kein Thema.
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